küc’s Weblog

Geschützt: Gespenster im Karton

Veröffentlicht in Herbst, Kurioses von kuec55 am November 6, 2009

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Wandern im herbstlichen Sauerland

Veröffentlicht in Herbst, Jahreszeitliches von kuec55 am Oktober 17, 2009

Es muss nicht immer der Rothaarsteig sein. Der ist um diese Jahreszeit häufig vermatscht, zerlatscht und zerfahren. Verlässt man den populären Weg, kann man nach wenigen Metern in völliger Ruhe die  Wälder des Hochsauerlands entdecken. Mein Tipp ist übrigens das obere Sorpetal: gute Wege mit schöner Aussicht.

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Irish Classics ~ The Clancy Brothers and Tommy Makem

Veröffentlicht in Classics, Folk von kuec55 am Oktober 4, 2009

Da ich ohnehin für celtic-rock.de über die Wurzeln des Folk (-Rock) schreibe, bietet sich eine Ergänzung mit ein paar Videos an.

Den Anfang machen die Clancy Brothers mit Tommy Makem. Sie brachten irische Musik ins amerikanische Fernsehen und damit zu einem Millionenpublikum. Als sie vor rund 50 Jahren auswanderten, hatten sie eine Menge traditionelle Lieder im Gepäck. Aus langen Balladen machten sie mitreißende Chorus-Songs. Stimmgewaltig und humorvoll zelebrierten sie in dicken Strickpullovern ihre Show und prägten vor den Dubliners das Bild vom sympathischen, spaßliebenden Iren.

Nicht nur im TV, sondern auch in großen Hallen kamen sie gut an.

1986 gab es ein Reunion-Konzert, inzwischen singt die nächste Clancy-Generation.

Mehr über die Clancys im Archiv bei celtic-rock. Lesenswert ist außerdem die Autobiographie von Liam Clancy über die bewegten Zeiten  in den Sechzigern: Memoirs of an Irish Troubadour.

MDD-Party am 26.9.09

Veröffentlicht in Konzerte von kuec55 am September 29, 2009

Meine Hausband MDD hat am Samstag wieder gespielt, in privatem Rahmen, aber mit professioneller Technik.

Ich hoffe, man hatte beim Zuhören so viel Spaß wie ich beim Knipsen. Auf das Bild klicken um es groß zu sehen.

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neues Ströbi-Poster

Veröffentlicht in Kurioses, Nachrichten von kuec55 am September 4, 2009

Nein, hier gibt es keine Werbung für eine Partei, auf dem Plakat geht es ja nur um die Erststimme ;-)

Der Kandidat ist allerdings der einzige, der für diese politische Gruppierung je ein Direktmandat erringen konnte, und er versucht es diesen Monat wieder.  Wie zuvor hat der Cartoonist Gerhard Seyfried eine Menge witzige Ideen auf diesem  Poster untergebracht. Sicher erinnern sich viele noch an seine Karikaturen aus der Hoch-Zeit der Alternativen Bewegung. Marx schaut jedenfalls wohlgefällig von seiner Wolke 7 auf den bunten Haufen, der loszieht. Die Sprechblasen über dem leicht verfremdeten Reichstag sagen übrigens: „Was machen wir mit den Schulden?“ – „Wie nach dem Krieg – Währungsreform!“

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Als Plakat in voller Größe kommt das Ganze natürlich noch besser. Gibt’s für 2 € im Berliner Wahlkreis-Büro des Kandidaten. Kontaktdaten und Infos auf seiner Website.

Wandern in den Wicklow Mountains

Veröffentlicht in Sommer von kuec55 am Juli 12, 2009

Für alle, die dabei waren und die es interessiert: meine Irland-Bilder von der Wandertour in den Wicklow Mountains unweit Dublin. Auf das Bild klicken, um es größer zu sehen.

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3.Folkerdey-Festival Ratingen 27.06.09 Nachmittag

Veröffentlicht in Folk, Konzerte von kuec55 am Juni 28, 2009

Zum dritten Mal fand das Festival in einem Naherholungsgebiet bei Ratingen statt, in malerischer Umgebung, aber 10-15 Min. Fußweg von Bus oder Parkplatz. Das Programm mit regionalen Bands aus der keltischen und sonstigen Folkszene war mir die Fahrt wert.

Der Zeitplan begann um 15 Uhr und wurde relativ gut eingehalten. Es begann mit Acoustic Ride On aus Wuppertal, die mit Können und trickreichen Arrangements zur Sache gingen. Auch Bedlam aus Köln mit ihrem europaweiten Mix konnten sich hören lassen. Die georgische Sängerin versuchte sich auch an einem norwegischen Text und spielt außerdem Banjo. Wahrhaft grenzübergreifend.

Die Bänke füllten sich zusehends, während die Sonne wieder herauskam. Das kulinarische Angebot von Kuchen bis Grillsteak war recht annehmbar. Statt Eintritt konnte/sollte man für 5 € einen Button erwerben. Möglich wurde dies nur durch vielfaches unentgeltliches Engamentment wohl auch auf Seiten der Musiker.

Immer wieder gerne sehe ich die beiden Jungs von Wet your Whistle. Trotz Duo-Besetzung wird es mir nie langweilig, da Marc Decker ein hervorragender Flöten- und Pipes-Spieler ist. Chris singt  eindrucksvoll und hat ein Händchen für die Liedauswahl. Ihr Set war leider von einensetzendem Regen beeinträchtigt.

Dobrze Trala, ebenfalls aus dem Ruhrgebiet, haben einen blöden Namen, aber einen klasse Akkordeonspieler und auch eine gute neue Sängerin. Ich hätte gut noch länger zuhören können, eilte aber vorzeitig  zum Bus, um nicht all zu spät nach Hause zu kommen. So konnte ich an einem Nachmittag vier der neun Bands sehen. Vielleicht schade für sie, dass die einzelnen Auftritte so kurz waren, aber nett fürs Publikum. Sound, Organisation und Atmosphäre waren gut, ein Grund nächstes Jahr wiederzukommen. Dann vielleicht bei besserem Wetter.

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Brunnenschmuck zu Ostern

Veröffentlicht in Frühjahr, Jahreszeitliches, Kurioses von kuec55 am April 8, 2009

In Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis) ist seit Palmsonntag wieder der Osterschmuck am Jakobusbrunnen zu bewundern. Dass es sich dabei um einen alten Brauch handelt, ist allerdings ein Gerücht. Erst 2001 haben Heimatverein und Landfrauen diese Aktion eingeführt.

Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz

Weiter verbreitet ist der Brunnenschmuck in der Fränkischen Schweiz. Aber auch dort ist er erst seit 1909 nachgewiesen.

Die hobbyhistorische Begründung mit irgendwelchen germanischen Bräuchen ist daher nicht haltbar.
wikipedia: Osterbrunnen

Die Leute hatten wahrscheinlich einfach Lust auf einen schönen, gemeinschaftsfördernden Frühlingsbrauch.

Deutlich aufwändiger sind die Mosaiken aus Naturmaterialien, die in Derbyshire/England unter dem Namen Well Dressing bekannt sind. Auf eine Unterlage aus Lehm werden mit Blütenblättern u.ä. große farbige Bilder gesteckt. Motive sind oft biblische oder historische Szenen. Auch hier ist der Ursprung unklar. Eine Version ist, dass der Schmuck als Dank für sauberes Wasser in den Zeiten der Pest eingeführt wurde.

Ausschnitt: Tanz im den Maibaum

Ausschnitt: Tanz um den Maibaum

Wiederbelebt wurde diese arbeitsintensive Sache  in den 1920er/30ern. Heutzutage spielt – wie wohl auch andernorts – der Tourismus eine Rolle. Wie dem auch sei: der Peak District im Höhenzug der Pennines ist ohnehin eine Reise wert.

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Kerberbrothers Alpenfusion Muschelsalat

Veröffentlicht in Folk, Konzerte von kuec55 am April 7, 2009

Es war ein perfekter Sommerabend im Hagener Volkspark. Ein laues Lüftchen, großes Publikumsinteresse und hervorragenden Musik. Nach ihrem Auftritt in der Offenen Lutherkirche im Frühjahr unterhielten die Kerberbrothers ihr Publikum am 1.Juli open air. Sie machten den Anfang in der jährlichen Sommer-Kultur-Reihe Muschelsalat.

Hackbrett

Es war mir nur kurz vergönnt,  in das Konzert der fünf Folk-Fusionisten aus dem Allgäu hineinzuhören. Alle Altersgruppen und Schichten, vom Punk zum Professer, wurden durch die entspannten, vielfältigen Klänge angesprochen. Da war nichts Krachledernes, nichts krampfhaft Humoriges, wie man es sonst mit bayerischer Volksmusik verbindet. Stattdessen Leute, die einen Haufen auch ungewöhnlicher Instrumente perfekt beherrschen und aufs Angenehmste einzusetzen wissen. Auch das anstregend Disharmonische, das mir den Jazz verleidet, fand nicht statt. Hackbrett, Zither und Alphorn aus der Tradition verbinden sich mit dem jazzigen Saxophon oder der Querflöte zu einer entspannten Mischung. Hin und wieder wird auch gesungen.Die komplett von Andreas Kerber geschriebene Musik geht ins Ohr, ist auf der Höhe der Zeit und hat trotzdem Bodenhaftung. Kompliment!

kerbermuschelDie drei Brüder Kerber sind ebenso wie ihre Mitspieler an Kontrabass und Percussion offensichtlich ausgebildete Profis. Sie haben einige Preise für diese ihre Weltmusik eingeheimst. Die fünf Musiker waren in NRW mit dem Klangkosmos Weltmusik unterwegs.

Homepage von Kerberbrothers Alpenfusion

Morris – A Life With Bells On

Veröffentlicht in Folk, Kurioses von kuec55 am März 31, 2009

Kann sich jemand einen Spielfilm in voller Länge, sogar eine Komödie,  über eine Volkstanzgruppe vorstellen? Es gibt ihn neuerdings, und zwar über eine englisches Morristeam.
Morris ist ein ritueller Tanz aus heidnischen Zeiten, meist von Männern und zu bestimmten Zeiten des Jahres vorgeführt. Accessoires sind weiße Kleidung, Taschentücher, Holzknüppel und um die Waden gebundene Glöckchen. Morris war vor 100 Jahren fast tot, wurde aber erfolgreich wiederbelebt. Dieser Tanz ist sozusagen die Essenz des Englischseins.

Der Film „Morris – A life with bells on“ scheint zunächst dokumentarisch die seltsamen Rituale von Derecq (sic) und seinen Tänzern aufzuzeichnen, bis es dann recht dramatisch wird.
Es gibt vom Verleih einen Trailer mit besserer Filmqualität.

Der konservative Morris Ring achtet auf die Wahrung der Tradition, aber ein  karnevaleskes Verständnis von Volkstanz passt eigentlich gut zum  frei organisiertem Brauchtum von unten:

Wer das alles merkwürdig, aber interessant findet, sollte unbedingt Bill Bryson’ s „Reif für die Insel“ lesen, wo das Wesen der Engländer bestens erforscht und dargestellt wird.